Kompressionsmieder sind in der Lage, den optischen Erfolg der
Absaugung (Hautbeschaffenheit, übergänge, Ausmaß)
entscheidend zu verbessern. Viele Fachärzte für Plastische
Chirurgie sagen, daß ein paßgenaues Mieder für
rund 30% des Absaug-Erfolges verantwortlich ist.
Bei einer Fettabsaugung entsteht unter der Haut eine sehr großflächige
Wundhöhle. Diese schwillt durch Einlagerung von Wundwasser
sehr an (die meisten Patienten sind kurz nach der Fettabsaugung
dicker als vorher). Hinzu addiert sich die zur Vorbereitung der
Absaugung vom Arzt eingespritzte Flüssigkeit. In dieser großen
Menge Flüssigkeit findet sich nach der Absaugung ein Gemisch
aus Fettzellen, freiem Fett, Blutbestandteilen, Entzündungszellen,
etc. Wenn sich diese festen Teile ungleichmäßig absetzen,
können Dellen, Falten oder Verwachsungen entstehen und ein
optisch schlechtes Ergebnis resultieren. Um die Zeit zu verkürzen,
die der Körper zum Abbau der Flüssigkeit braucht und
die damit verbundene Gefahr zu reduzieren, werden Kompressionsmieder
mit großem Erfolg angewandt.
Mieder ist nicht gleich Mieder; nur Kompressionsmieder der Kompressionsklasse
II sind wirkliche Lipomieder und auch die können nur dann
wirken, wenn Sie hochwertig und paßgenau sind.
Da Sie als Patient ein solches Mieder für
bis zu 12 Wochen tragen müssen, sollten Sie auf Qualität,
Atmungsaktivität und Freiheit von Giftstoffen wert legen. Aus
hygienischen Gründen empfiehlt sich zusätzlich der Erwerb
eines zweiten Mieders zum wechseln.
Patienten sollten insofern nicht an der falschen
Stelle sparen und wohlmöglich das Ergebnis der Fettabsaugung
riskieren.